domingo, 21 de febrero de 2010

Einleitung

Meine Reise durch Argentinien

2009 und 2010 haben wir fast 20 000km im Auto zurückgelegt, um Argentinien zu entdecken. Wir haben es geschafft, nahezu alle Provinzen abzuklappern. In einigen verweilten wir mehr als in anderen; insgesamt sind wir knapp 5 Monate gereist. Die Erfahrung, die wir gesammelt haben, war so schön und einzigartig, dass ich sie hier teilen möchte.

In diesem Blog werde ich langsam aber sicher über meine persönlichen Erfahrungen, die ich während meiner Reise durch das wunderschöne Argentinien erlebt habe, erzählen.


Schön ordentlich, von Provinz zu Provinz.

Anfang 2009 bin ich mit meinem Liebsten, dem Turko, 10 000km mit dem Auto das Zentrum, den Norden und den Nordosten Argentiniens abgefahren, der Süden Boliviens inklusive.

Anfang diesen Jahres, 2010, haben wir weitere ca. 10 000 km mit demselben Auto hinter uns gebracht, einem VW Quantum. Die Anden entlang sind wir gen Süden gefahren, haben Ushuaia erreicht und sind die Küste entlang wieder in Richtung Norden gefahren.

In beiden Fällen war der Ausgangspunkt der Reise Buenos Aires.

Wir wollten ursprünglich einen kleinen, alten VW Bus kaufen. Jedoch hat der Besitzer im letzten Moment den Schwanz eingezogen und wollte doch nicht verkaufen. So standen wir am 30.12.2008 ohne Vierräder da, wo wir doch schon am 07.01.2009 auf die grosse Reise wollten.

Aber dank meines Schwiegervaters haben wir noch am selben Tag der Absage unseren Quantum gefunden und beschlossen, ihn zu einem Wohnwagen umzufunktionieren:


Wir haben eine Schaumstoffmatratze von 5cm Höhe ergattert, die man leicht zusammenrollen kann. Die Breite beträgt 55cm und die Länge 180cm. Sie ist weich, aber wenn man sich drauf legt ist sie hart und sehr gemütlich. Zusätzlich nahmen wir Kissen, Daunendecke und Bezüge von zu Hause mit. 

Die Rückenlehnen der Hintersitze kann man nach unten umklappen. So haben wir also die Sitze und Kopfstützen rausgenommen und die Rückenlehnen nach unten geklappt. Der Platz, der somit im Hinterbereich des Autos entstand, hat völlig ausgereicht um die Matratze auszulegen und dort zu schlafen.

Im Viertel "Once" in Buenos Aires haben wir einen bordeauxfarbenen, dicken Stoff ergattert, aus dem meine Schwiegermutter Vorhänge nach Mass für unsere Fenster geschneidert hat. Zum Schlafen haben wir diese mit Klett an allen hinteren Fenster befestigt, ebenso an dem Fenster des Kofferraums und zwischen dem Bereich von Fahrer- und Hintersitzen. Auch wenn wir das Licht im Inneren des Autos eingeschaltet hatten, konnte uns niemand von Aussen sehen, genausowenig konnte man uns sehen, wenn man eine Taschenlampe von Aussen auf die Fenster richtete.


Um es ein wenig gemütlicher zu haben und uns auch vor der Kälte zu schützen, legten wir zwei Isomatten nebeneinander unter die Matratze. Für die Fahrt haben wir diese immer samt Decke und Kopfkissen eingerollt und somit Platz für die restlichen Taschen und den Kühlschrank geschaffen.

Während unserer Reise von Januar bis März 2009 sind wir oftmals frühmorgens schweissgebadet aufgewacht, weil uns die Sonne direkt auf die Fenster schien und das Auto zu einem Ofen verwandelte. Deshalb haben wir vor dem Schlafengehen versucht das Auto so zu parken, dass wir am nächsten Morgen durch den Schatten eines Baumes oder ähnlichem geschützt waren. Jedoch haben wir uns oft in der Position und Himmelsrichtung getäuscht und sind weiterhin morgens schlecht gelaunt und verschwitzt aus dem Auto geflüchtet. Die Fenster haben wir nachts vermieden zu öffnen, da wir uns vor den blutrünstigen Moskitos schützen wollten.

Für die Reise 2010 haben wir aber unsere Lektion gelernt und zusätzlich einen Kompass mitgeführt. Meine Schwiegermutter hat uns einen mitgegeben, der sich als sehr nützlich erwiesen hat. Ein kleiner Kompass mit einem Saugnapf, der perfekt dafür geeignet war, um ihn an der Windschutzscheibe zu befestigen. So wussten wir immer, in welche Richtung wir fahren und konnten endlich Osten und Westen bestimmen. Dank der Tipps meines Schwiegervaters, einem erfahrenen Seebären, wussten wir ebenso hervorzusehen, ob sich uns ein Unwetter nähert; hier in Argentinien muss man sich nämlich immer nach dem Südwesten orientieren, da der Wind von Westen nach Osten rotiert. Wenn also im Südwesten der Himmel dunkel war, wussten wir das ein Gewitter aufzieht.

Eine weitere Innovation waren die Moskitonetze, die wir von Innen an die hinteren Fenster klebten, so konnten wir ohne Sorge auch nachts die Fenster öffnen.

Für die Reise durch den Süden 2010 war es jedoch nicht notwendig sich vor der Sonne zu schützen, ganz im Gegenteil. Wir brauchten morgens dringend Sonne um überhaupt aufstehen zu können, da es nachts richtig kalt wurde und die niedrigen Temperaturen bis in den Morgen anhielten.

Das Moskitonetz wäre auf der vorherigen Reise viel nützlicher gewesen, da es im Süden Argentiniens keine Moskitos gibt und uns die nächtliche Kälte sowieso dazu gezwungen hat, die Fenster geschlossen zu halten.
Wir haben zwei 12-Volt-Anschlüsse auf beiden Seiten des Kofferraums anbringen, und diese an das Standlicht anschliessen lassen.
Dies brachte uns den grossen Vorteil, das wir einen kleinen Kühlschrank anschliessen konnten; und auch wenn das Auto ausgeschaltet war, konnte dieser weiterhin die Lebensmittel frisch halten, da die Batterie des Wagens mindestens eine Stunde mit geschaltetem Standlicht hält.



Wenn die Batterie unserer grossen Handleuchte zur Neige ging, konnten wir diese gleichzeitig an der anderen Steckdose während der Fahrt aufladen.


Zum Kochen haben wir uns einen Herd mit zwei Kochstellen und eine 3 kg Gasflasche besorgt. Dazu haben wir uns noch einen tragbaren Grill gekauft. In einer Tasche bewahrten wir Töpfe, Pfannen, eine Teekanne, eine italienische Kaffeekanne, Plastikgeschirr und alle anderen, zum Kochen notwendigen Utensilien auf.

Wir kauften uns zwei Klappstühle und einen kleinen, klappbaren Holztisch. In einem Korb bewahrten wir Lebensmittel und Konserven auf. In einem weiteren Korb befanden sich alle Produkte die der persönlichen Hygiene dienten.  Da wir nicht vorhatten wie zu Hause täglich zu duschen, nahmen wir feuchte Babytücher mit. 2010 haben wir uns ausserdem Ethylalkohol zum desinfizieren der Hände mitgenommen und eine tragbare Dusche übers Internet gekauft. Sie fasst 10 Liter Wasser und erhitzt dieses in der Sonne durch den schwarzen Stoff in ungefähr 30 Minuten. Man kann sie an einem Baum aufhängen. Die Dusche hat die Form einer kegelförmigen Tüte und am unteren Ende einen Duschkopf, der regulierbar ist. Mit 10 L kann man ungefähr 7 Minuten duschen. Wir haben sie aber nur einmal benutzt, da es meistens zu kalt war um im Freien zu baden. Für den Norden wäre sie aber perfekt geeignet!


Auf den Gepäckträger des Wagens brachten wir einen Gepäckkoffer an. In diesem verstauten wir während der ersten Reise unsere Klamotten. Auf der zweiten Reise nahmen wir schon viel weniger Kleidungsstücke mit, die wir deshalb in einen Rucksack packten. Im Gepäckkoffer reisten diesesmal der Kochherd, ein Zelt, das gegen den Wind schützte, eine Tasche mit Bettwäsche und Handtüchern, die Tasche mit Kochutensilien und eine Wäscheleine mit dazugehörigen Wäscheklammern.


Zur Orientierung besorgten wir uns den "Rutenatlas" 2009, der ausser allen Provinzen Argentiniens auch die Ruten von Chile, dem Süden Brasiliens, Uruguays, Paraguays und Boliviens beinhaltete. Dieser war meiner Meinung nach besser als ein GPS System, da er komplett, detalliert und ziemlich exakt ist und ausserdem auch einfach übersichtlicher. Mit dem Atlas kamen wir perfekt klar. Der "Reiseführer für Campingfans" (Edition November 2008) war der Beste von allen. Ausser Information aller Campingplätze des Landes empfiehlt und beschreibt dieser nämlich auch detalliert Reiserouten. Dank dieser Zeitschrift haben wir sehr viele wunderschöne Orte kennengelernt, die sonst nirgendwo erwähnt wurden. Der Reiseführer "Guía del Buen Viajero" ist weder komplett noch besonders gut, beinhaltet jedoch sehr interessante und informative Artikel über die Geschichte und die verschiedenen Zonen des Landes.

Wir nahmen noch eine Nikon D40 und ein Notebook mit, um die Fotos herunterzuladen.
Was unter keinen Umständen fehlen durfte, waren die zwei Wasserkanister, die wir immer versuchten gefüllt zu halten, sei es um uns die Hände zu waschen oder Zähne zu putzen, zum Kochen, zum Trinken oder zum Geschirrspülen, da wir die meiste Zeit in der freien Natur übernachteten. 






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